Eine Anfrage der AfD bringt eine brisante Erkenntnis zur LNG-Versorgung ans Licht: Die Flüssiggasversorgung über Wilhelmshaven hängt nahezu vollständig von US-Importen ab (Drucksache 19/9854).
Dazu Ansgar Schledde, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
Niedersachsen und ganz Deutschland wollten sich aus einer Abhängigkeit von russischem Gas lösen – und sind nun fast vollständig auf US-Flüssiggas angewiesen. Lieferungen aus anderen Regionen bleiben die Ausnahme. Dabei sind die Gasspeicher aktuell extrem niedrig gefüllt – rund 25 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Grund sind hohe Nachfrage, verzögerte Lieferungen und die marktgetriebene Einkaufspolitik. Deutschlands Gasstrategie ist damit strukturell riskant und teuer, die wirtschaftlichen wie geopolitischen Verwundbarkeiten bleiben hoch. Wenn Amerika niest, bekommt Deutschland eine Erkältung – und als zentraler LNG-Importstandort würde Niedersachsen die Folgen besonders deutlich spüren. Wir brauchen endlich echte Diversifizierung statt neuer Einseitigkeiten. Unser Bundesland braucht eine langfristig tragfähige, breit aufgestellte und bezahlbare Energieversorgung.
Kategorie