Ansgar Schledde zum Landesgrundstücksmarktbericht 2026: „Rekordzuwächse trotz Krise – AfD fordert Transparenz über Käuferstruktur am Immobilienmarkt“

Ansgar Schledde zum Landesgrundstücksmarktbericht 2026: „Rekordzuwächse trotz Krise – AfD fordert Transparenz über Käuferstruktur am Immobilienmarkt“

Der Landesgrundstücksmarktbericht 2026 weist für Niedersachsen einen starken Anstieg der Kaufvertragszahlen von rund zehn Prozent gegenüber 2024 sowie den höchsten jemals gemessenen jährlichen Zuwachs beim Geldumsatz – ein Plus von 16,5 Prozent – aus. Besonders Eigentumswohnungen in den Städten wurden deutlich häufiger gehandelt, während der individuelle Wohnungsbau im ländlichen Raum weiterhin auf historisch niedrigem Niveau verharrt.

Dazu Ansgar Schledde, stellvertretender baupolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

Die gesamtwirtschaftliche Lage ist geprägt von steigender Arbeitslosigkeit, nur moderaten Reallohnzuwächsen sowie weiterhin hohen Bau- und Finanzierungskosten. Vor diesem Hintergrund ist unklar, wer die Rekordzuwächse beim Geldumsatz am niedersächsischen Immobilienmarkt tatsächlich trägt. Junge Menschen und Familien können sich Wohneigentum zunehmend nicht mehr leisten, während ältere Generationen vielfach bereits Immobilien besitzen. Im ländlichen Raum stagnieren die Transaktionszahlen, während insbesondere in den Städten Eigentumswohnungen stark nachgefragt werden – ein Bild, das keineswegs einem breit getragenen, gesunden Markt entspricht. Es drängt sich daher die Frage auf: Wer kauft diese Immobilien? Branchenbeobachtungen deuten an, dass Investoren, Wohnungsbaugesellschaften und auch ausländische Käufer besonders in urbanen Lagen eine Rolle spielen. Offizielle Daten zur Käuferstruktur, etwa aus den Landesgrundstücksmarktberichten oder von Destatis, werden jedoch nicht ausgewiesen. Eine belastbare, flächendeckende Aussage über den Anteil ausländischer Käufer am Immobilienmarkt in Niedersachsen ist derzeit nicht möglich. Vor diesem Hintergrund ist die Darstellung steigender Umsätze als pauschaler Erfolg irreführend. Wer die Ursachen nicht offenlegt, betreibt Schönfärberei statt verantwortungsvoller Wohnungs- und Wirtschaftspolitik. Die AfD wird daher eine parlamentarische Anfrage zur Käuferstruktur am niedersächsischen Immobilienmarkt einreichen. Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, ob die steigenden Umsätze dem heimischen Wohnraumbedarf dienen oder ob Wohneigentum zunehmend zum Anlage- und Spekulationsobjekt wird, während einheimische Familien vom Markt verdrängt werden.